Paestum

Paestum an einem Tag — und warum der Winter die bessere Reisezeit ist

Biancolivo Journal5 Min. Lesezeit

Paestum liegt fünfundzwanzig Autominuten von Biancolivo entfernt — nah genug, dass viele es nur als Randnotiz behandeln, einen Zwischenstopp zwischen Pool und Abendessen. Dabei verdient es weit mehr. Hier befindet sich eine der am besten erhaltenen Gruppen griechischer Tempel überhaupt, stellenweise besser erhalten als das meiste, was in Griechenland selbst überdauert hat, und im Winter kann man hindurchgehen, ohne einen anderen Besucher im Bild zu haben.

Wann man hinfahren sollte

Der archäologische Park öffnet um 8:30 Uhr, die Kasse schließt eine Stunde vor Sonnenuntergang. Im Dezember und Januar bedeutet das, die Anlage schließt gegen 16 Uhr — was einschränkend klingt, bis man begreift, dass das Licht um 15 Uhr im Winter das beste ist, das die Tempel je bekommen: tief, warm, fast waagerecht über die Säulen. Im August ist dieselbe Stunde flache, weiße Hitze und eine Warteschlange an der Kasse, die auch mal vierzig Minuten dauern kann.

Die Tempel verändern sich nicht mit den Jahreszeiten. Alles andere am Besuch schon.

Die Route, die wirklich funktioniert

Man beginnt beim Hera-Tempel, dem ältesten der drei, und geht dann die gesamte Länge der Anlage bis zum Neptun-Tempel und der sogenannten Basilika — die beiden liegen nebeneinander und werden am besten gemeinsam betrachtet, idealerweise vom hinteren Ende aus mit Blick zurück, genau von dort, wo jedes Foto von Paestum entstanden ist, das man je gesehen hat. Für die Tempel allein sollte man neunzig Minuten einplanen, wenn man es nicht eilig hat.

Warum der Winter die bessere Wahl ist

Die Küste des Cilento leert sich nach September, Paestum selbst aber eigentlich nie — die Anlage ist ganzjährig geöffnet und fest auf der Route der Tagesausflüge von Salerno und der Amalfiküste. Der Unterschied im Winter liegt nicht wirklich darin, dass es ruhiger wäre. Er liegt darin, dass man die Tempel ohne die Hitze erlebt, ohne die Reisebusgruppen, die in Blöcken zu vierzig Personen durchziehen, und mit einem Himmel, der tatsächlich etwas tut, statt nur weiß und grell dazustehen. Nehmen Sie einen Mantel mit. Der Tausch lohnt sich.

Kommen Sie und überzeugen Sie sich selbst.

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